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Der Tenn

Im Murtal wird die Scheune traditionell auf den Stall aufgesetzt. Meist besteht das Grundgerüst aus Ziegeln, mit einer Art Fenster aus Ziegelsteinen, die, in Gittermustern gesetzt, die Luft im Inneren zirkulieren lassen, damit das Heu trocknen kann. In einer Variation sind Säulen aus Stein oder Ziegel gemauert, der Rest der Scheuen-Wände besteht aus Holz.

Die seltenste Bauweise besteht vollständig aus Holz, deren Wände absichtlich nicht dicht geschalt sind, damit der Luftzug das Heu trocknen kann. In dieser Bauweise ist unsere Scheune gebaut, von uns liebevoll "der Tenn" genannt.

Unser "Tenn" oder auch Scheune

Bei unserer Übernahme gab es im Dach ein paar kaputte Dachziegel, der Sturm "Paula" hat den Rest dazu getan. Im Sommer 2008 mussten wir das Dach sanieren lassen, haben aber die 5 verschiedenen Arten Dachziegel bestehen lassen und nur dort ergänzt, wo erforderlich.

Der Holzboden des Tenn was leider so desolat, dass manche tragenden Balken nur noch "aus Gewohnheit" hielten. Keinesfalls hätte ich mich getraut - wie unsere Vorbesitzer - mit Traktor und Auto darüber zu fahren. Also wurden diese fachgerecht ersetzt und mit 8cm- Lärchenpfosten belegt, sodass Traktoren und Hoftrac jetzt gerne hineinfahren dürfen. Allerdings ist der Tenn nach dem Sommer voll mit Heuballen und kein Platz für die Traktoren.

Also haben wir im Herbst 2009 im Westen ein Flugdach errichten lassen, um unsere landwirtschaftlichen Geräte zumindest vor den gröbsten Winden und Wettern zu schützen. Gleichzeitig wurde die westliche Giebelschalung erneuert, die auch schon mehr als "lukert" war.

Über dem Tenntor prangt seit dem Herbst auch unser neues Holzschild "Penkhhof", das wir von Zimmerer Kandler als Zugabe zu seiner vielen Arbeit geschenkt hat. An dieser Stelle Vielen Dank!

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