hoyer_header07

Lilly

Unsere Hausziege Lilly

Lilly kam im Jänner 2009 zu uns. Gemeinsam mit ihrem Bruder Moritz, einem kastrierten, weißen Ziegenbock, musste sie den Laufstall verlassen, den sie jahrelang mit Pferden geteilt hatte, weil der Stall aufgelöst wurde. Schlachten lassen wollte die Besitzerin sie nicht, ein anderer Platz fand sich auch nicht so leicht. Ziegen in Pferdeställen sind gut für deren Gesundheit - sagt man. Also haben wir sie eingepackt und den Versuch auf der Huzulenkoppel gewagt.

Anfangs waren die Pferde nicht sehr begeistert von den Ziegen und die Ziegen hielten auch großen Respektabstand. Alleine wollten sie aber doch auch nicht sein. Die kalten Nächte verbrachten sie anfangs im Pferdehänger auf der Koppel, dann in einem eigens eingerichteten "Kämmerchen" in der Weidehütte. Bald teilten sie das ganze Areal brüderlich-schwesterlich mit den Huzulen und Shettland-Ponies.

Lilly ist jetzt 4 Jahre alt und eine sehr menschenbezogene Ziegendame, sobald sie ihre Menschen kennt. Neulinge werden skeptisch beäugt und - wenn sie zu nahe kommen - mit dem Kopf gepufft. Hat Mensch sich einmal durchgesetzt und Lilly zu verstehen gegeben, dass man zwar lieb ist, aber nicht alles akzeptiert, lässt sie sich gerne streicheln.


Lilly in ihrem neuen Reich

Sommer 2011: Lilly ist umgezogen. Nachdem sie vorigen Sommer plötzlich lahmte, hat sie den Winter in der Extrabox im Stall mit täglichem Auslauf verbracht. Dadurch bekam sie gar nicht viel Winterfell und wollte an ganz kalten Tagen gar nicht hinaus.

Inzwischen hat sie ihre eigene Hütte bekommen neben der großen für die Warmblüter, inklusive exklusivem Wiesen-Auslauf und einer Weide, die sie genüßlich abnagen darf. Im Sommer gibts als Zusatzweide und "Tapetenwechsel" die kleine Koppel rund um den Teich.

Dieses Jahr hat sie viel dichteres Winterfell und meckert nicht einmal, dass sie nachts alleine draußen bleibt (die Warmblüter gehen jetzt in den Stall). Morgens, wenn ich zum Füttern komme, höre ich sie aber schon bis zum Holzhäusl hinauf meckern, dass sie jetzt endlich ihr Frühstück - und Gesellschaft - haben möchte.


Die besten Kräuter sind gerade gut genug für Lilly

Lillys Hütte ist ganz komfortabel, halbseitig mit befestigtem Boden und Sägespänen, halbseitig mit Wiesenboden. Die Toröffnung ist durch zwei orangen-farbene(!) Fleckerlteppiche geschützt, deren Zweck Lilly sofort kapiert hat. Ein Türl in der Hüttenwand erleichert uns Menschen das Füttern, bzw. ermöglicht es auch den noch Lilly-ängstlichen Kindern, ihr Futter und Wasser zu bringen. Lasse ich sie sommers von der Teich-Weide wieder nach Hause, weiß sie sogar, dass sie den Umweg durch ihr Weidetor machen muss, um zum Futtertrog und Heu in die Hütte zu kommen. Da soll noch einmal jemand sagen, dass Ziegen dumm seien!

Ihre Abneigung gegen neue Gäste hat Lilly behalten. Wer sich aber ein bisschen mit ihr beschäftigt und von ihrem Bockeln nicht beeindrucken lässt, ist gerne gesehen und darf Lilly gerne auch einmal kraulen.